Stadtflucht aus Goldach

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GOLDACH Wolf Buchinger erlebte eine Schaffensexplosion seitdem er umgezogen ist

Wolf Buchinger lebte mit seiner Frau Inga über 35 Jahre in Goldach, bis sie letzten Juli ins thurgauische Erlen gezogen sind. Dort kann sich Buchinger nun ganz seiner Leidenschaft, dem Schreiben, widmen.

pingwolf«Es ist eine Art Explosion», mit diesen Worten beschreibt Wolf Buchinger sein künstlerisches Schaffen seit seinem 50. Lebensjahr. Mit diesem Satz wird Buchinger in gewisser Weise auch der enormen Anzahl seiner literarischen Veröffentlichungen gerecht. Denn so hat der 71-Jährige seit dieser Zeit mindestens ein Buch pro Jahr veröffentlicht. In seinen Werken beschränkt sich der mittlerweile in Erlen wohnende Wahlschweizer nicht auf eine bestimmte literarische Gattung, sondern bedient von Kurzgeschichten über Gedichte und Romane hin zu Fachbüchern und sogar Theaterstücken fast jedes Genre.

Zeit zu schreiben

Der Umzug vom urban geprägten Goldach in das beschauliche thurgauische Dorf Erlen versetzte der Schreibtätigkeit Buchingers einen neuen Energieimpuls. «Wir haben unser Haus in Goldach, das achteinhalb Zimmer und mit Garten 800 Quadratmeter umfasst, verkauft. Erst danach merkten wir, wie viel Zeit das Haus in Anspruch nahm. Jetzt haben wir ungefähr 85 Prozent mehr Freizeit und geniessen das in vollen Zügen», erklärt Buchinger. Diesen Zugewinn an Zeit nutzt der Autor, um noch mehr Bücher zu schreiben. «Früher habe ich ein Buch nach dem anderen geschrieben, aber jetzt habe ich dazu gelernt und habe fünf Bücher parallel geschrieben. Zusätzlich schreibe ich nebenbei auch noch für das Horner Satiremagazin ‚Nebelspalter’», sagt Buchinger.

4 Bücher in einer Vernissage

Zusammen mit seiner Frau Inga, mit der er unter dem Namen «Kernbeissers» Chansons vorträgt, stellte er am Donnerstag, 19. März, seine vier neuen Bücher in Amriswil vor. Die Vernissage sei aber nicht nur wegen der Anzahl der Bücher, sondern auch wegen des literarisch-musikalischen Programms aussergewöhnlich gewesen, meint Buchinger. Wegen der einmaligen Reaktionen des Publikums, planten die beiden ausserdem, mit dem Bühnenprogramm auch in anderen Orten aufzutreten.

Friedrich Gregor

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