Transitzonen aktuell im Nebelspalter

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Transitzonen nun auch für Schweizer

Überraschend hat der süddeutsche Rat der Grenz-Bürgermeister einen für uns unerfreulichen Beschluss einstimmig beschlossen und sofort umgesetzt: Die neuen Flüchtlinge sollen Deutschland so erleben wie es wirklich ist – ohne temporäre Störungen durch kaufwütige und motzende Massen, die die Innenstädte verstopfen. Täglich dürfen nur 0,3 Prozent der jeweiligen Einwohnerzahl die Stadt für maximal drei Stunden betreten, das sind etwa für Konstanz 250 Eidgenossen. Jeder aber muss – um den Einzelhandel nicht zu benachteiligen – mindestens 500 Euro ausgeben. Dies muss er vorher mit dem neuen Formular E 605 bestätigen und bei der Ausreise nachweisen, sonst ist eine entsprechende Ausreisesteuer fällig.

Für die Tausenden von Einreisewilligen, die nicht oder später eingelassen werden, gibt es in Grenznähe einfache Transitzonen (baugleich zu den Flüchtlingsunterkünften). In Kreuzlingen ist dies das Eisstadion, wo maximal 5.000 Betten aufgestellt werden können, die jedoch höchstens nach einer Woche geräumt werden müssen. Auch hier sind die Einlassbedingungen klar geregelt: Schweizer Arbeitslose, Ausgesteuerte, Studenten und Geringverdienende haben keine Chance und werden sofort zurückgewiesen. Die ersten Proteste („wir wollen 10%“!) blieben ohne Erfolg.

Und unser Aussenminister Burkhalter nimmt es gelassen: „Jedem das Seine. Ich sehe darin eine gute Chance für die Schweizer Wirtschaft, sich in den Transitzonen mit Werbung und Aktionen zu empfehlen.“

Die Schweizer Metzgerinnung ist als erste gestartet: „Schweizer Fleisch –alles andere ist Beilage.“